Hi zusammen, mittlerweile ist wieder eine Menge passiert und wir haben einige Abenteuer bestanden. Erst sind wir von Cafayate nach Cachi gefahren sind und am Tag danach ein Stück in Richtung Salta, um den Nationalpark Los Cordones mit seinen Kakteen anzusehen. Cachi ist ein sehr huebscher, kleiner Ort.
Bei der Strecke Cafayate-Cachi kommt der schönste Teil am Anfang, die Quebrada de las Felchas. Man sollte fuer die Fahrt genug Zeit einplanen!!!!
Für die ca. 160 Kilometer bracht man mit Allrad und ohne Stopps ca. 3,5 - 4 Stunden reine Fahrzeit. Die Strecke ab San Carlos ist komplett ungeteert, mit vielen Kurven, Enstellen und recht viel Verkehr. Da muss man man oft bis auf Schrittgeschwindigkleit runter.
Das nagelneue James Turell Museumn in Colomé, dem Weingut mit den weltweit hoechstgelegenen Weinreben, öffnete erst ab 14 Uhr, wir mussten eine Stunde auf die Führung warten. Auf schattiger Terrasse mit leckerem Salat und einem Glas Torrontés konnte man es gut aushalten. Das 1.600 qm grosse Museum ist sehr beeindruckend. Leider haben wir die letzten 3 Räume nicht gesehen, weil der Stom ausfiel und geschlossen wurde. Lichtkunst ohne Strom geht nun mal nicht.
Wir sind in den ersten 11 Tagen "nur" 2.200 Kilometer gefahren - trotz recht großer Distanzen und viel Zeit im Auto-Inneren...
Die Strassen hier sind ein Abenteuer, vor allem aber die Beschilderung. Sie weist oft in die falsche Richtung oder ist im besten Fall gar nicht vorhanden. Dann heisst es fragen, oder nach Sonnenstand und Himmelsrichtung fahren. Dies ist uns bisher eigentlich immer gut gelungen, wir kommen uns schon vor wie die Pfadfinder.
Uebel wird es an Stellen, wo nur noch Fahrspuren zu erkennen sind uns diverse Offraodfahrer ihre Kurven und Seitenwege in der Landschaft hinterlassen haben. In dem Fall haben wir uns immer an das meiste Wellblech gehalten... :-) Und immer gut angekommen, das Fahren mit hohem Radstand ist doch sehr bequem, da muss man ueber die zahlreich vorhandenen Loecher und Hubbel nicht nachdenken. Im Cuyo weiter im Sueden bracht man definitiv kein Allrad, da sind die Strassen wesentlich besser.
Superlativen standen am naechsen Tag auf dem Programm, da waren wir unterwegs auf noch kurvigerer Straße über La Poma nach San Antonio de los Cobres. Von dort wollten wir sogar noch weiter bis nach Susques.
Die Strecke ist relativ locker mit 4x4 an einem Tag zu schaffen. Doch locker geht in Argentinien gar nichts, denn unser Tank war leer. In Cahci gab es aber gerade keinen Diesel, wir wurden auf dem Morgen der Abfahrt vertroestet. Frueh aufgestanden, doch an der Tanke war der Laster mit dem Sprit immer noch nicht angekommen. Und die erste Tagesetappe war ohne Tankfuellung nicht zu bewaeltigen, das es bis San Antonio de los Cobres keine Tankstelle mehr gibt.
Die naechste war 30 Kilometer zurueck in Richtung Cafayate. Eine aetzende Strecke voller Kurven und Engstellen mit Verkehr. Was blieb uns ueber, wir mussten am fruehen Morgen erst einmal tanken fahren. Das bedeutet hier in Argentinien: fur ca. 60 Kilometer mal eben 2 Stunden unterwegs sein...
Mit dieser Verspaetung fuhren wir dann los, um den hoechsten, mit dem Auto zu befahrenden Pass der Welt zu bezwingen. Eine sehr schoene Strecke mit vielen Kehren, bis wir dann bei ca. 4.895 Metern auf der Passhoehe standen. Unter uns kreisten die Condore, der Weg bergab in Richtung San Antonia de los Cobres war dann eher langweilig. Letzteres ist ein schreckliches Kaff und wir mussten die Strasse nach Susques erahnen. Sie fuehrte direkt unter dem beruehmten Viadukt hindurch, bei den der Tren de los Nubes endet. Dann noch mal ca. 140 Kilometer und am fruehen Nachmittag waren wir dann in Susques, wieder in einem augebuchten Hotel.
Ein toller Fahrtag, von dem wir uns die ersten 60 Kilometer gerne erspart haetten...
Weiter im zweiten Teil, es gibt so viel zu berichten....
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